Beschwerden, dass Industrialisten die gesetzgeberischen Beratungsgruppen dominieren - national wie in Brüssel.
Berliner Umschau am 03. 04. 2008: "Hunderte Vertreter von Wirtschaft und interessierten Privatpersonen schreiben Deutschlands Gesetze – so lautet, zugespitzt formuliert, das Ergebnis einer Untersuchung des Bundesrechnunghofes.“
ALTER EU, BRÜSSEL 25.03.2008 -  Ein Bündnis von Umweltgruppen, Gewerkschaften und Akademikern haben die EU Kommission beschuldigt, sich zu kräftig auf Geschäfts- und Industrie-Lobbyisten zu verlassen, wenn sie Gesetze geben. 
Die Durchsichtigkeitsgruppe  ALTER-EU, die aus 160 Organisationen besteht, sagte, die Kommission  - die einzig von allen EU Institutionen  die Macht hat, EU Gesetze in die Wege zu leiten - habe ihre Beratungsgruppen mit Industrie - Lobbyisten überfüllt. 
ALTER-EU
sagt, einige der meist kontroversiellen Beratungsgruppen wie Biotechnologie, reine Kohle und Auto-Abgase unter denjenigen seien, die unter Kontrolle der Industrie seien. Der Rapport  fand, dass Vertreter der Industrie mehr als die Hälfte der Mitglieder in mehr als 1/4 der untersuchten  44 Gruppen ausmachten, während 32%  Mitglieder hatten, die einen breiten Fächer von Interessen vertraten. Die Übrigen der 44 untersuchten wurden als "unbalanziert" betrachtet.

Diese Gruppen sollten im Interesse der Öffentlichkeit auftreten, aber es sieht aus, als ob einigen erlaubt wird, ihren eigenen wirtschaftlichen Interessen nachzugehen.
Der Rapport besagt, dass während die Kommission 2005 eine Internetregistrierung der Gruppen startete, gibt sie diejenigen, die darin sind, nicht an, während mehrere Akademiker, Lobbyisten und sogar EU Beamten viel höhere Zahlen geschätzt haben als die in etwa 1350 angeführten Gruppen.

Für ihr Teil sagte die Kommission, nur 20 % der Experten vertreten die Industrie.
Im vergangenen Jahr entwarf die Kommission Pläne für ein freiwilliges Register für Lobbyisten , wonach es schätzungsweise 15.000 von ihnen in Brüssel gebe. Andere meinen bis zu 50.000!

Z.Z. sind sie keinen ethischen Regeln unterworfen - obwohl solche seit 2005 in Erarbeitung  seien - die höchste Zeit in Anbetracht der Jack Abramoff Affäre in den USA:
Jack Abramoff, der einst so machtvolle Lobbyist als Zentrum einer weitreichenden Korruptionsuntersuchung, bekannte sich im Januar, 2006, schuldig an Schwindel, Steuerhinterziehung und Konspiration durch Bestechen öffentlicher Beamten in einem Handel, der voraussetzt, dass er gegen Kongressmitglieder zeugen soll.
Der Verteidigungshandel könnte enorme juristische und politische Folgen für die Gesetzgeber haben, die Abramoff mit Luxusreisen, Fundraisers, Kampagne-Beiträgen, Jobs für die Gattinnen und Mahlzeiten in "Signature", dem exklusiven Lobbyisten-Restaurant, überhäufte.

Es besteht kaum Grund zu bezweifeln, dass der  moralische Standard der Eurokraten dem Standard ihrer amerikanischen Kollegen entspricht! Das Europaparlament, dessen Macht, die Gesetzgebung zu beeinflussen ab 2009  unter dem vorgeschlagenen EU Vertrag beträchtlich wachsen soll, erwägt auch die Errichtung eines freiwilligen Registers.  Beide Institutionen sind in die Kritik geraten, weil sie nicht automatisch für ein Pflichtregister eingetreten sind.

Aber natürlich ist ALTER-EU selbst kein Engel:
Sie nimmt eifrig am ertragreichen EU Klima Nepp teil, indem sie einen “Schlimmster Lobby Preis ” erteilt. In diesem Jahr waren die schändlichen Sieger: BMW, Daimler und Porsche. "Sie sind die Schlimmsten in der Auto-Industrie," erklärte Wesselius vom Corporate Europe Observatory. Als die  Kommission gezwungene CO2-Ziele vorschlug, reagierten die Auto-Gesellschaften sofort mit Fehlinformation und Schreckenspropaganda. Die Beschlussfasser wurden mit grob übertriebenen Drohungen der Betriebsschliessungen und der Verluste von Arbeitsplätzen manipuliert. Das Deutsche Atom Forum profitierte von der Besorgnis der Öffentlichkeit über Klimaänderung, um Atomkraft zu fördern," sagt Ulrich Müller vom Lobby Control. “Die einseitigen Werbungen benutzen idyllische Bilder der Natur, um öffentlichen Akzept der längeren Lebensdauer der AKWs zu gewinnen, wobei sie von den verbundenen Risiken absehen."
Wohlan, wen vertreten alle diese Lobbyisten? Was ist der Zweck ihrer Lobby-Tätigkeit? Geld und Macht! Profitieren die Eurokraten persönlich von der Lobby-Tätigkeit? 

The European Round Table of Industrialists (ERT)
ist ein wenig bekanntes unförmliches Forum, das etwa 45 Chefs und Vorsitzende der grössten multinationalen Gesellschaften europäischer Herkunft versammelt. Es umfasst einen breiten Fächer von Industrie- und Technologie-Sektoren. Die Gesellschaften der ERT-Mitglieder sind in 18  europäischen Ländern gelegen und haben einen Gesamtumsatz von 1.600 Milliarden Euro jährlich. Sie beschäftigen etwa 4.5 Millionen Menschen. 



ERT Mitglieder treffen sich 2-mal im Jahr für eine Vollversammlung. Entscheidungen werden einstimmig getroffen. Der Generalsekretär hat in Brüssel ein kleines Sekretariat, das Projekte koordiniert, als Kontaktpunkt funktioniert, Verwaltungsunterstützung besorgt und die ERT Rapporte veröffentlicht.

Neuerliche wichtige Mitteilungen
sind hier zu sehen.

Ein Vergleich der Mitglieder des  ERT  
mit den Teilnehmern an den Bilderberg-Tagungen in diesem Jahrhundert enthüllt zahlreiche ERT Mitglieder als Bilderberger. Peter Sutherland, Direktor des BP, das mit Rockefeller´s Standard Oil-Ablegern eng verflochten ist, ist auch Trilateral Commissionist (TC)  und Vorsitzender des Goldman Sachs International (Rothschild Partner) sowie früherer Generaldirektor der GATT/WTO und früheres Mitglied der EU-Kommission. Andere ERT-TCen sind: Hans Wijers (NL), Paul Adams (UK) und laut der 2005er TC-Mitgliedsliste Paolo Scaroni (I).

European Round Table of Industrialists´ Ideologie
"Wir befassen uns nicht mit nationalen Themen . Wir reden nur über übergeordnete Fragen." 

Jorma Ollila, Vorsitzender des European Ruound Table of Industrialists, Bilderberger, Vorsitzender Nokias und des Royal Dutch Shell, das mit Rothschild eng zusammenarbeitet , und wo die Tochter des Bilderberg-Mitstifters Prinz Bernhards, Königin Beatrix von den Niederlanden, um 60% der Aktien besitzt (Andreas von Rétyi, "Bilderberger", Kopp Verlag, Rottenburg, 2006).

Der ERT zeichnet sich durch seine Fähigkeit aus, Zutritt zu den Hauptakteuren der EU zu bekommen, sowohl auf nationaler als auch auf übernationaler Ebene.Die Website des ERT prahlt: "Auf europäischer Ebene hat der ERT Kontakte zum Europarat, zur EU Kommission, zum Ministerrat und zum Europäischen Parlament.  "Alle 6 Monate bemüht sich der ERT darum, sich mit der Regierung zu treffen, die die EU Präsidentschaft innehat, um Prioritäten zu erörtern."  Auf nationaler Ebene bringt jedes Mitglied die Ansicht des ERT an seine eigene Regierung und sein eigenes Parlament, an Wirtschaftskollegen und industrielle Vereinigungen, an andere Meinungsbilder sowie an die Presse."  

Kurz gefasst ist das Ziel des ERT, eine Tagesordnung auf den höchsten Ebenen der EU zu setzen, besonders für die EU Kommission
Die Zeugnisse aus 2 Jahrzehnten deuten an, der ERT ist überaus erfolgreich.

  Ursprung
Pehr Gyllenhammar, Volvo's Chef  gründete 1983 eine Kampagne für ein übergeordnetes Schema, um Wachstum anzukurbeln und Industrie und Infrastruktur in Westeuropa zu bauen. In enger Zusammenarbeit mit Umberto Agnelli (dem Vater Giovannis, des Mitgründers des Club of Rome), Philips' Wisse Dekker und  dem damaligen EG Industrie Kommissar Etienne Davignon, versammelte Gyllenhammar eine Gruppe der europäischen multinationalen Chefs zum ERT zwecks "eines neuen Starts Europas".  Gyllenhammar erklärte: "Europa tut wirklich nichts . Es ist Zeit, dass die Chefs der Geschäftswelt in diese Leere hineintreten und die Initiative ergreifen."  Pehr Gyllenhammar war auch Berater für David Rockefeller´s Chase Manhattan Bank (1972 - 1995), und er ist Vorsitzender des Reuters Bureau - wobei er bestimmt, was wir nicht erfahren dürfen!.

Schon vor 1993 antworteten andere Lobby Gruppen auf Fragen bezügl. des Einflusses des ERT,  dass der ERT keine Lobby Gruppe mehr sei, sondern ein Teil des EU Apparats. Es scheint eine ganze Menge Belege aus den letzten 2 Jahrzenten dafür zu geben.

Für  Jacques Delors, Ehrenmitglied des  Club of Romewar der ERT  "eine der Hauptkräfte hinter dem Gemeinsamen Markt der EU". Im Jan. 1985 veröffentlichte Wisse Dekker "Europa 1990: Eine Tagesordnung für Handlung", die vorschlug Handels-Hindernisse zu entfernen, Regulierungen zu harmonisieren und Steuer-Grenzen der EG vor 1990 zu entfernen.  Europa 1990 war Teil eines ERT Dokuments "Changing Scales", das allen Regierungschefs der EG Länder zugeschickt wurde. 3 Tage nachdem Dekker seine Europa 1990 Initiative vorgelegt hatte, hielt Jacques Delors eine Ansprache, die dem Vorschlag Dekkers sehr ähnlich war,  vor dem EU Parlament. Wenige Monate später veröffentlichte Industriekommissar Lord Cockfield sein Weissbuch, die Basis des Gesetzes über ein Europa, das den 1990er Termin des ERT hinsichtlich  des Gemeinsamen Marktes bis zur Durchführung des inneren Marktes 1992 verschob. Aber der ERT hatte sein Hauptziel erreicht.

Indem er behauptete, bestehende Strukturen bildeten ein Hindernis der freien Beweglichkeit für Güter  verlangte der ERT mit der Kommission die Verabschiedung der TEN, des grössten Infrastrukturplans der Geschichte. TEN umfasst den Tunnel unter den Ärmelkanal, zahlreiche Flughafenerweiterungen und 12.000 km neue Autobahnen. Durch eine intensive Lobby Kampagne, die besonders auf die nationalen Transportminister abgesehen war, verhalf der ERT dazu, die TEN auf die Tagesordnung der EU zu setzen, und die TEN wurde daraufhin in den Maastrichter Vertrag aufgenommen. 

Der ERT war bei den Regierungsverhandlungen in den 1990er Jahren sehr aktiv für den Maastrichter Vertrag und traf sich regelmässig mit Kommissaren und Politikern.
Schon
1985 hatte der ERT behauptet, der innere Markt könne nur durch eine gemeinsame Währung durchgeführt werden.

Der Zeitplan für die  ÖMU-Durchführung in ERTs Rapport über die Neugestaltung Europas 1991 ist dem heutigen Inhalt des Maastrichter Vertrags sehr ähnlich.
1995 schrieb der ERT einen formellen Brief an alle Regierungschefs und mahnte:"  Wenn Sie sich beim Gipfel in Madrid treffen, werden Sie, bitte, ein für allemal beschliessen, dass die Währungsunion an dem Tage anfangen werde, der in Maastricht vereinbart wurde und mit den in Maastricht vereinbarten Kriterien."
 "Wir schrieben sie, wir baten sie, das zu tun. 
Und sie haben es getan.
Sie haben in Madrid  eine Erklärung abgegeben und sagten punktgenau: "Wir werden es tun"

Am. 23. Juni 2003, gab der ERT einen 20-jährigen Geburtstagsempfang im Palais d`Egmont in Brüssel, mit Romano Prodi als Ehrengast. In seiner Ansprache dort erklärte der ERT Vorsitzende, Gerhard Cromme, der ERT "ist stolz, an der Spitze der Entwicklung gewesen zu sein, indem wir den Gemeinsamen Markt, die ÖMU, die EU Ausweitungen und was die Union erreicht hat, befürwortet haben. Nicht desto weniger gibt es noch viel zu tun…."

Klima
Der ERT warnt die EU davor, die EU Industrie durch Auferlegung der Kosten für die CO2-Ausleitungskosten wettbewerbsunfähig zu machen. Stattdessen empfahl er,  die Rechnung den Verbrauchern zuzuschieben. Aber um kein Kauf-Kapital vom Markt zu entfernen, sollen diese ihre CO2 Abgaben über die Steuern zurückerstattet bekommen!! Es gibt auch noch einen EU-Russian Industrialists´ Round Table von  EU-Kommissar Verheugen und  dem Russen Victor Khristenko, Minister für Energie und Industrie, geleitet. Natürlich interessiert diese Organisation den ERT:” ERT- Mitgliedsschaften zeichnen sich insgesamt für mehr als 32 Milliarden Euro und etwa 150.000 Angestellte hinsichtl. Russlands-Investitionen. Infolge dessen interessiert sich der ERT aktiv dafür, die wirtschaftliche Verbindung mit Russland zu fördern und glaubt fest, dass man wesentlich von einer engeren Zusammenarbeit, um die gemeinsamen Ziele zu erreichen, profitieren kann."

Kommentar: Die EU ist in der Tasche der Wirtschaftsfürsten dieser Welt. Diese Fürsten wollen aus Profit-Gründen den Weltstaat der Neuen Weltordnung. Das ist ihre Religion und ihr Weg zur Macht. Ihr Mittel ist Geld an dankbare, gewissenlose Euro-Empfänger.