Von Bruno Waterfield in Brussel The Telegraph

Letztes Updating: 2:48am GMT 15/11/2007

"Volksbefragungen zum neuen EU-Reform Vertrag wären "gefährlich" und würden in Frankreich, Grossbritannien und anderen Ländern verloren werden", gab Nicolas Sarkozy zu. Nicolas Sarkozy sprach gestern zu Mitgliedern des Europaparlaments in Strassbourg

Das Geständis des französischen Präsidenten , dass Regierungen Volksbefragungen über einen vereinfacten Vertrag nicht gewinnen können - einen Vertrag, der den EU-Verfasssungs-Vertrag ersetzen sollte, der vor 2 Jahren von seinen Landsleuten verworfen wurde  - wurde auf einer geschlossenen Sitzung von EU-Parlamentarikern geäussert. "Frankreich war im "Nein" bloss all den anderen Ländern voraus. Dasselbe würde in Grossbritannien und allen anderen Mitgliedsstaaten passieren, wenn sie eine Volksbefragung bekommen. Es gibt eine Kluft zwischen Volk und Regierungen", sagte er.

" Eine Volksbefragung jetzt würde Europa in Gefahr bringen. Es wird keinen Vertrag geben, wenn wir in Frankreich eine Volksbefragung hätten, worauf dann wiederum eine Volksabstimmung in Grossbritannien folgen würde."

 Die Kommentare stärken den Verdacht, dass der wirkliche Grund, weshalb Grossbritannien und alle anderen EU-länder, von Irland abgesehen, ablehnen Volksbefragungen abzuhalten, derjenige ist, dass sie Angst haben, diese zu verlieren.

Nigel Farage, Der Leiter der Britischen Unabhängigkeitsppartei, beschuldigte Sarkozy und Gordon Brown," einem äusserst zynischen und politischen Plan zu folgen. Nicht nur hindert er sein eigenes Volk daran, gehört zu werden , sondern er versucht Grossbritanniens Volksbefragung zu blockieren, die unsere Regierung uns versprochen hat", sagte er."

Aber der Französische präsident sagte den Parlamentsmitgliedern: "Es wäre ein Fehler zu glauben, mit diesem vereinfachten Vertrag haben wir alles in Ordnung, wir können ruhig schlafen, und dass keine Probleme sich aufdrängen."

Er plant seinen EU-Vorsitz in der 2. Hälfte von 2008 dafür zu nutzen, neue Macht für die EU in sehr empfindlichen Bereichen zu fordern. Das gilt anscheinend auch für die Euromediterrane Partnerschaft.
Z.B. hat er König Muhammed VI von Marokko versprochen, während seines Vorsitzes sein Möglichstes zu tun um das schon assoziierte Marokko zu engeren Bänden mit der EU zu verhelfen :Wörtlich am 24. Okt. 2007: "Sie können auf Frankreich zählen für den Anfang kurzer Verhandlungen auf fortgeschrittenem Niveau" mit der EU