Zusammenfassung: Die UNO hat zahnlose Sanktionen gegen den Iran - der US-Kongress Effizientere, einschliesslich Verbote für finanzielle Transaktionen und Schiffs-Versicherungen, sowie einer gewissen Blockade über die Lieferung von Benzin in den Iran angenommen. Allerdings hat Russland versprochen, dem Iran das fehlende Benzin zu liefern -  lässt somit nur die militärische Option, zumal Pres. Medwedew soeben  erklärt hat, der Iran sei seiner Atombombe näher denn je. Immer mehr deutet auf einen kommenden US-Isaeli Angriff auf den Iran hin, nachdem psychologische Kriegsführung sich als wirkungslos herausgestellt hat. Ein gigantischer US-israelischer Militäraufbau findet statt - laut Russland Heute in 10 Ländern rund um den Iran sowie auch im Persischen Golf - einschließlich Luftwaffenstützpunkte in Saudi-Arabien. Während des G-8-Treffens im vergangenen Monat sagte Silvio Berlusconi, die G-8-Staats-und Regierungschefs "glauben gar, dass Israel wahrscheinlich gegen den Iran präventiv reagieren werde." Am 13. Juli, tauchte Fidel Castro wieder auf und erklärte, dass ein amerikanisch-israelischer Angriff auf den Iran "unmittelbar bevorstehe" und prophezeite, dass dies einen globalen Atomkrieg auslösen könne. In ungewöhnlich direkten Äußerungen  unterstützte UAE Botschafter, Yousef al-Otaiba, öffentlich den Einsatz der militärischen Option, für die Bekämpfung des iranischen Nuklearprogramms, wenn Sanktionen scheitern. Generalsekretär Ban Ki-moon warnt, dass eine Zunahme der Spannungen zwischen dem Libanon und Israel zu einem neuen Konflikt mit möglicherweise verheerenden Folgen führen könnte. Am 14. Juni warnte Ministerpräsident Netanyahu die Likud-Partei, für dunkle Tage bereit zu sein, indem mittelalterliche Kräfte drohen. Am 11. Juni hat die Gulf News von einer gewaltigen Koalition gegen Israel berichtet - aus der Türkei, Syrien und dem Iran bestehend. An der Sitzung nahm Russlands Wladimir Putin teil. In der Zwischenzeit ist eine ernste innere Spaltung in Israel zwischen säkularen und ultraorthodoxen Juden aufgetreten, die ihre Mädchen von anderen Kindern in der Schule völlig isolieren. 650 000 ultra-orthodoxe Israelis arbeiten nicht sondern widmen ihr Leben den Bibel-Studien. Sie leben auf eine staatliche Rente, durch das Geld der weltlichen Steuerzahler finanziert. Streng religiöse Juden müssen nicht in der Armee dienen, für die säkulare Israelis drei, israelische Frauen  zwei Jahre einberufen werden. So sind es oft nicht-religiöse Soldaten, die ihr Leben gegen ihre Überzeugung, in Gefahr bringen, um die Siedler zu schützen, die aus religiös-ideologischen Gründen in der Westbank leben. Darüber hinaus haben Ultra-orthodoxe Familien oft zehn oder zwölf Kinder. Vor allem machen die ultraorthodoxen Juden ihren Einfluss in der Knesset geltend. Was viele Israelis am meisten ärgert, ist die Toleranz der Behörden gegenüber den ultra-orthodoxen Randalierern. 

Jerusalem Post July 19, 2010. Israel convinces US with credible military plan on Iran.
DEBKAfile 19 July 2010: Die US und Israel befürchten, der Iran könne noch in diesem Jahr eine Atombomben-Probetest ausführen.

Petraeus

7 Wochen sind seit meinem letzten Bericht über die Lage im Nahen Osten vergangen - und laut eingehenden Berichten scheint der Hass immer explosiver zu werden: Ein umfassender Krieg scheint laut einigen Beobachtern zu drohen - aber dies wurde auch vor 3 Monaten behauptet. Das Herumschleichen auf beiden Seiten um den Punkt des Kriegsausbruchs könnte auch dafür Ausdruck sein, dass keine der Seiten es wagt, die Hölle loszulassen - eine Situation, die aus dem Kalten Krieg bekannt ist. Allerdings haben die USA jetzt ihre Armeen in Nahostens und Zentralasiens unter die Kontrolle von nur einem General, David Petraeus, gestellt, der der Neuen Weltordnung loyal ist: Infowars 23 June 2010: General David Petraeus besuchte das Bilderberg Treffen in Spanien in diesem Jahr und nahm auch an dem geheimnisvollen Treffen in Griechenland im letzten Jahr teil. Er ist Mitglied des Eine-Welt-Council on Foreign Relations.
 
"Iran garantiert keine ruhige Erzeugung von Kernenergie, [so] die Mitglieder der G-8 sind sind besorgt und glauben durchaus, dass Israel wahrscheinlich präventiv reagieren werde", sagte der italienische Ministerpräsident, Berlusconi, vor Reportern nach Gesprächen mit anderen Führern der G8 – Haaretz 27 June 2010. Die Sitzung der Trilateralen Kommission im Mai und das Bilderberg-Treffen im Juni 2010 wollten diesen Krieg. Also führen die Mächte der Neuen Wltordnung (Videos am rechten Rand dieses Blogs) nun Sanktionen ein, die auf UN-Ebene harmlos erscheinen können. Jedoch, die späteren US-Sanktionen sind möglicherweise explosiv. Dies ist der Grund, warum der Iran Nuklear-Gespräche bis Ende August aufgeschoben hat - will Zeit gewinnen.

The Morning Star 13 July 2010 Der kubanische Revolutionäre, Fidel Castro, warnte am Montag, dass ein US-Israelischer Angriff  auf den Iran "unmittelbar bevorstehe" und sagte voraus, dass dies einen globalen Atomkrieg  auslösen könnte. "Wenn sie entscheiden, den Iran anzugreifen, wird ein Krieg nach dem anderen  ausgelöst werden," sagte er. Er hat seine Warnung wiederholt  - und The Gulf News stimmt ihm zu

The Washington Times 6 July 2010: Der  Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate in den Vereinigten Staaten sagte am Dienstag, dass der Nutzen der Bombardierung des Atomprogramms des Iran die kurzfristigen Kosten eines solchen Angriffs überwiegen würde. In ungewöhnlich direkten Äußerungen unterstützte der Botschafter, Yousef al-Otaiba, öffentlich den Einsatz der militärischen Option, für die Bekämpfung des iranischen Nuklearprogramms, wenn Sanktionen scheitern.

Russia Today- video: Es gibt einen riesigen US-militärischen Aufbau rund um den Iran in 10 Länderm. Israel könne im Norden saudi Arabiens Flugplätze benutzen für einen Angriff auf den Iran.

DEBKAfile 2 July 2010: Ein US-iranisches Showdown rückte  am 2 Juli näher, als Präsident Barack Obama das Gesetz mit einer Reihe von Energie-Sanktionen unterzeichnete, die Härtesten bisher, um Irans Atomwaffenprogramm zu stoppen. Irans Verteidigungsminister, General Ahmad Vahidi, warnte, dass Durchsuchungen von iranischen Schiffen oder Flugzeugen "fatale Folgen" für die Sicherheit der Welt und den Nahen Osten insbesonderen haben würden.
DEBKAfiles iranische Quellen haben keinen Zweifel daran, dass der Iran zurückschlagen werde - möglicherweise bei der ersten Gelegenheit, und zwar durch Hindernisse im Persischen Golf für die Schiffahrt, die saudiarabisches Öl für die Vereinigten Staaten, Europa und den Fernen Osten ausführt, mit sofortiger Wirkung auf die weltweiten Ölpreise. Aufschnappen  eines iranischen Schiffs unter dem Verdacht, Schmuggelware-Energieerzeugnisse zu frachten, könnte sich zu einem Showdown entwickeln. Am 5. Juli war der Iran gezwungen, Passagierflugzeuge auf dem Boden stehen zu lassen  weil ihnen abgelehnt wurde, in Großbritannien, Deutschland und den VAE zu tanken. Die iranische Regierung erwägt Gegenmaßnahmen.
Präsident Obama erklärte, dass die Vereinigten Staaten diesmal entschlossen seien, ihre Strafmaßnahmen gegen den Iran durchzusetzen. Als er die neuen Sanktionen unterzeichnete, sagte er: "Es sollte kein Zweifel daran geben, dass die USA und die internationale Gemeinschaft entschlossen  sind, den Erwerb des Iran von Kernwaffen zu verhindern."  

Gulf Daily News 26 June 2010: Israel häuft Kampfflugzeuge im Kaukasus für einen Angriff auf den Iran an.
Die Vorbereitungen sind im Gange, um den militärischen Angriff von Aserbaidschan und Georgien aus einzuleiten, berichtet unsere Schwester-Zeitung Akhbar Al Khaleej, gemäss militärischen Quellen.
Unterdessen berichtete die iranische Press TV, dass ein sehr großes Kontingent von US-Bodentruppen in Aserbaidschan nahe der iranischen Grenze  zusamengezogen worden seien. Die unabhängige  aserbaidschanische Nachrichten-Website,Trend, bestätigt den Bericht.
 
DEBKAfile 23 June 2010: In einem seltenen Schritt hat der Iran einen Kriegszustand  an seiner nordwestlichen Grenze verhängt. DEBKAfiles militärische und iranische Quellen berichten, dass Iranische Revolutionsgarden-Korps-Soldaten und -Ausrüstungs-Einheiten in der Region des Kaspischen Meeres gegen das zusammengezogen worden seien, was Teheran erklärt, seien US und israelische Truppen in Armee–und Luftwaffen-Stützpunkten in Aserbaidschan, dazu bereit, die Atomanlagen des Iran anzugreifen. Brig. Gen-Mehdi Moini der Revolutionsgarden (IRGC), Kommandant der Streitkräfte mit der Aufgabe, diese israelisch-amerikanische Offensive "zurückzuschlagen":"Manche westliche Länder schüren ethnische Konflikte, um die Situation in der Region zu destabilisieren.” Andere iranische Quellen berichten, dass Israel in den letzten Tagen heimlich eine große Anzahl von Düsen-Bombern auf Stützpunkte in Aserbaidschan, über Georgien, überführt habe, und dass amerikanische Special Forces auch in Aserbaidschan als Vorbereitung für einen Angriff konzentriert seien. Am 22. Juni, sagte Dr. Uzi Arad, Chef des israelischen Nationalen Sicherheitsrates und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu engster Berater, "Die letzte Runde der Sanktionen des UN-Sicherheitsrates gegen den Iran ist unzureichend für die Vereitelung seiner nuklearen Fortschritte. Ein präventiver Militärschlag könnte irgendwann notwendig werden. "

Aircraft-carrierDEBKAfile 21 June 2010: Die Armada von 10 US-Kriegsschiffen plus einem israelischen und einem deutschen Schiff, die am 18. Juni den Suezkanal durchsegelte, hat den Persischen Golf erreicht. Aber zuerst, vom 6. Juni bis 10. Juni wurde die USS Harry S. Truman Flugzeugträger-Angriffs-Gruppe 50 Meilen von der Küste des südwestlichen Israel eingesetzt und übte heimlich das Abfangen eingehender iranischer, syrischer und Hisbollah-Raketen gegen US-amerikanische und israelische Ziele im Nahen Osten. Sie übten auch Bombenangriffe. Präsident Barack Obama beorderte alle US-Abfangraketen im Nahen Osten  in der zweiten Juni-Woche auf Kriegsalarmstufe, einschließlich Batterien an Bord der Schiffe der Sechsten US-Flotte im Mittelmeer und in der US Fünften Flotte im Persischen Golf. Am 28. Juni 2010 berichtete Debkafiles  militärische Quellen, dass Washington einen dritten Flugzeugträger vor der Küste des Iran postiert habe. Er werde durch Schiffe für amphibische Kriegsführung und bis zu 4.000 Marines und Marinekorps-Personal unterstützt.

One Jerusalem 14 June 2010: Eine angesehene Umfrage, die nach der Aufbringung der Flottille-Schiffe durchgeführt wurde, quantifiziert überwältigende Unterstützung für die israelische Politik Netanjahus. Auf einer persönlichen Ebene ist das positive Rating Netanjahus auf 53% stiegen, während die Unzufriedenheit mit Präsident Obama 71% zu verzeichnen hat. Darüber hinaus sind 63% mit der Reaktion der Obama-Regierung auf die flotilla unzufrieden. The Sidney Morning Herald 18 June 2010:  Die Amerikaner unterstützen eine militärische Option gegen den Iran, indem 66%derjenigen, die gegen einen nuklear-bewaffneten Iran sind, sagen, sie würden den Einsatz von Gewalt in Betracht ziehen. In Frankreich sagen 59 Prozent, sie würden den Einsatz von militärischer Gewalt, um Iran an der EntwicklungIsrael_airforce nuklearer Waffen zu verhindern, in Betracht ziehen – in Deutschland 51%.

Aber vielleicht entzündet sich der Funke zum Showdown im Nahen Osten aus einer anderen Himmelsrichtung
MSNBC 2 July 2010: UNO-Generalsekretär, Ban Ki-moon, warnte, dass eine Erhöhung der Spannungen zwischen dem Libanon und Israel zu einem neuen Konflikt mit möglicherweise verheerenden Folgen führen könne. In einem Bericht an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, beschuldigte Ban beide Länder, die Waffenstillstands-Entschließung von 2006 zu verletzen, die dem 34-tägigen Krieg zwischen Israel und Hisbollah-Kämpfern im Süden des Libanon ein Ende machte.

Attila Somfalvi  14 June 2010 Israel News:: Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagt raue Gewässer für Israel vorher. "Seid auf schwierige Tage vorbereitet," sagte er auf einer Sitzung der Likud-Fraktion, in der er auch die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses zu dem IDF-Flottillen-Angriff verkündete. "Dunkle Mächte aus dem Mittelalter toben gegen uns. Ich habe soeben Anrufe von betroffenen Beamten auf dem Balkan und in Osteuropa erhalten, die über diese Entwicklung sehr besorgt sind."

Israels-enemiesGulf News 11 June 2010: Eine gewaltige Koalition gegen Israel nimmt Gestalt im Nahen und Mittleren Osten. In ihrem Kern sind die Türkei, der Iran und Syrien, drei Länder, die bittere Klagen gegen den jüdischen Staat beherbergen. Sie sind entschlossen, Israels militärische Macht und Kraft in Schach zu halten, es zu einem Kurswechsel zu zwingen. In der vergangenen Woche war der türkische Ministerpräsident, Recep Tayyip Erdogan, Gastgeber bei einem eurasischen Gipfel in Istanbul. Der Gipfel wurde von Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad, dem russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin, dem afghanischen Präsidenten, Hamid Karzai, sowie hochrangigen Vertretern aus China, Indien und Pakistan, unter anderen regionalen Führern, besucht. Syriens Präsident Bashar Al Assad, und Mahmud Abbas von der  palästinensischen Autonomiebehörde wurden als Gäste eingeladen. Auf den Eurasischen Gipfel folgte ein Treffen im türkisch-arabischen Kooperationsforum, von Aussenministern der Türkei und der Arabischen Liga besucht. Auf diesen Sitzungen wurden Entscheidungen zur Steigerung des Drucks auf Israel getroffen. Die Anforderungen wurden formuliert, dass Israel die Belagerung des Gazastreifens aufgeben und damit einverstanden sein müsse, dass eine unabhängige internationale Untersuchungskommission seine Gewalt in internationalen Gewässern gegen die Flottille, die nach Gaza unterwegs war, eingesetzt werden müsse. Israel hat bereits beide Forderungen abgelehnt. Die große Frage ist, ob diese notwendige Entwicklung des israelischen Denkens ohne einen weiteren Krieg stattfinden kann. Es muss zugegeben werden, dass die Vorzeichen nicht besonders günstig sind.

Die Verbreitung von Atom waffen in Nahost in vollem Gange?
The Middle East nuclear prolifration race has started?

DEBKAfile 8 July 2010: Nach seinen  Gesprächen mit Barack Obama am 29. Juni, beschloss Saudi-König Abdullah, nicht zu warten, um die Wirkung von US-Sanktionen auf den Iran abzuwarten, sondern das Iranian oil minister+russian energy ministerAtomprogramm des Reichs derzeit mit aller möglichen Geschwindigkeit voranzutreiben, unterstützt von Frankreich. Die Saudi Dynamik zieht Ägypten und Jordanien nach.

DEBKAfile 15 July 2010: Als gegenzug gegen das neue US-Embargo auf Erdöl und Öl Destillaten gegen den Iran, unterzeichneten der russische Energieminister Sergej Schmatko und der iranische Ölminister Masud Mir-Kazemi am Mittwoch dem 14. Juli eine Reihe von weit reichenden energiebezogenen Abkommen, darunter auch ein Geschäft, Teheran russische Erdölprodukte und Petrochemikalien. Die Pakte zielen direkt auf das Gesetz von Präsident Barack Obama am 2. Juli, um die Hauptquelle des Einkommens der Revolutionsgarden  Irans , importierte raffinierte Erdölprodukte einschließlich Benzin zu treffen. Diese letztere Vorschrift umgeht das US-Verbot gegen die Banken und Versicherungen, die bei der Finanzierung raffinierter Öl-Lieferungen an Iran beteiligt sind. Aber Bestrafung russischer Brecher der US-Sanktionen  könnte eine ernste Krise in den Beziehungen mit Russland auslösen.

Gerüchten zufolge sind China und die Türkei bereit dem Iran zur Umgehung der Brennstoff-Sanktionen zu verhelfen. Putin gibt seine persönliche Unterstützung, mit aktiver Unterstützung für die Mechanismen, um  Obamas Anti-Iran Kraftstoff Embargo zu durchbrechen. Am Montag, 12 Juli, kommentierte Präsident Medwedew, dass der Iran dem Aufbau einer nuklearen Waffe näher als jemals zuvor sei, wohl wissend, dass die US-Manöver zur Abschreckung des Iran daran, den letzten Sprung in das Rennen um eine Atombombe   von seiner eigenen Regierung sabotiert werden sollte. Die The New York Times  14 july 2010 bestätigt dies.   

Ashkenazy-demonstration Spiegel 18 Juni 2010: Der Fall entzweit Israel: Ultraorthodoxe Eltern wollen ihre Töchter mit allen Mitteln von anderen Kindern fernhalten. Der Konflikt erschüttert die Grundfesten der israelischen Gesellschaft.
Die Mädchenschule von Immanuel im Westjordanland hat 200 Schülerinnen. Hier herrscht strikte Trennung zwischen sephardischen, orientalischen, und ultraortodoxen europäischen Aschkenasi Juden. Richter Edmond Levy entschied am Dienstag, die orthodoxen Mütter und Väter sollten wegen Missachtung des Gerichts für je zwei Wochen ins Gefängnis und eine Geldstrafe zahlen.

Am Donnerstag, dem Tag, an dem die Eltern ihre Gefängnisstrafe antreten sollten, kam es dann zum Aufstand der Ultra-Orthodoxen: Weit über 100.000 Fromme gingen in Jerusalem und anderen religiös geprägten israelischen Städten auf die Straße, um ihre Unterstützung für die schulische Rassentrennung kundzutun. Auf Plakaten attackierten sie Richter Levy als "Faschisten", prangerten den "Krieg der Säkularen gegen die Religion" an. Am Vortag hatte der religiöse Knesset-Abgeordnete, Mosche Gafne, die die Demonstration kontrollierende israelische Polizei indirekt mit Nazis verglichen. Der Aufmarsch der Religiösen wurde von der säkularen und moderat-religiösen Mehrheit in Israel mit Entgeisterung, ja mit unverhohlenem Zorn aufgenommen, und das nicht nur wegen des offensichtlichen Rassismus, der da propagiert wurde: Längst ist Israel eine Gesellschaft, die entlang der Demarkationslinie religiös-säkular tief gespalten ist und immer weiter auseinanderdriftet. Ein großer Teil der geschätzt 650.000 ultraorthodoxen Israelis arbeitet nicht, sondern widmet sein Leben dem Bibelstudium. Sie leben von einer staatlichen Pension, die vom Geld der säkularen Steuerzahler finanziert werden. Streng Religiöse müssen nicht in der Armee dienen, zu der säkulare Israelis drei, Israelinnen zwei Jahre eingezogen werden. So sind es oft nicht-religiöse Soldaten, die unter Lebensgefahr und gegen ihre Überzeugung Siedler schützen müssen, die aus religiös-ideologischen gründen im Westjordanland leben.

Hinzu kommt: Ultra-orthodoxe Familien haben oftmals zehn, zwölf Kinder. Ihren steigenden Einfluss in der israelischen Gesellschaft machen die Ultras vor allem in der Knesset geltend. Was viele Israelis und auch Kommentator Yair Lapid am meisten erzürnt, ist die Nachsicht der die staatliche Stellen gegenüber den ultra-orthodoxen Randalieren. "Wenn die Polizei auch diesmal vor der Gewalt der Ultra-Orthodoxen kapituliert, dann ist Israel als Rechtsstaat erledigt", meint Lapid. Wenn der Staat sich nicht gegen Menschen wehre, die Schülerinnen wegen ihrer Hautfarbe diskriminieren, könnte die säkulare Mehrheit versucht sein, den seit 1947 bestehenden Gesellschaftsvertrag zwischen Religiösen und Weltlichen aufzukündigen, befürchtet er.