Heute treffen sich die EU-Außenminister in Luxembourg, um sich über die Situation nach dem irischen "Nein" zu beraten - und die EU-Staats-und Regierungschefs werden in dieser Woche tagen. Jedoch, es gibt klare Anzeichen dafür, dass das irische "Nein"  nicht ihr einziges Problem ist: die Tschechische Republik scheint mehr als zögerlich zur Ratifizierung des Lissabon-Vertrags zu sein.

Ihr Präsident, Vaclav Klaus, ist eine steile Persönlichkeit. Als der einzige prominente Politiker  hat er die EU-Klimapolitik öffentlich verurteilt, für das, was sie ist: Betrug, Hysterie,  eine schreckliche Bedrohung gegen unsere Freiheit und unseren Wohlstand, ein Versuch, die Welt zu beherrschen.
Präsident Klaus vergleicht indirekt die klimaverrückte EU mit dem sowjetischen Regime - genauso gefährlich, ebenso korrupt. Und er sieht nur einen Weg aus dem Schlamassel heraus: Begrenzung der Macht der EU.
Es scheint, daß sein Senat ihn unterstützt.

Ich glaube nicht, dass er die  Ratifizierung unterzeichnen will. Um die Probleme der EU noch grösser zu machen: Die Tschechische Republik übernimmt zum  1. Januar. 2009 die EU-Ratspräsidentschaft.

Vaclav Klaus vertritt wirkliche Hoffnung für uns.

Die EU hat es hier mit etwas zu tun, was sie in der Vergangenheit noch nie gesehen hat, etwas, was die Eurokraten hassen, denn es ist ein wirkliches Hindernis für ihren eigenen pseudo-religiösen  Marsch auf den Weltstaat der Neuen Weltordnung zu:
"Wir wissen, einen Felsen kann man sprengen. Einen Fluss kann man bändigen.
Vergehen können Völker aber nicht, die ihre Freiheit selber nicht aushändigen".

Der dänische Dichter Valdemar Rørdam 1907.
Die  Tschechische Republik ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür.

Euractiv 16.06.2008: Während der französischen Präsidentschaft wird erwartet, dass sie auf eine "business as usual"-Agenda drängen wird. Jedoch die Tschechen  bevorzugen wahrscheinlich grünes Licht für eine abgespeckte Tagesordnung, die sie bereits vor der irischen Volksbefragung verfasst hatten (EurActiv 3/06/08):

"Die tschechische Regierung erstellte gestern (2. Juni) ihr Programm für die EU-Präsidentschaft, beginnend am 1. Januar 2009, in zwei Versionen, wenn nicht alle Länder bis zum Ende des Jahres den Lissabon-Vertrag ratifizieren. Die Tschechische Republik will für eine EU ohne die Lissabon-Vertrag wegen der Lage in Irland bereit sein.
"Wir haben auch eine Alternative für den Fall, der Vertrag ist nicht gültig", sagte der stellvertretende Premierminister für Europäische Angelegenheiten Alexandr Vondra, Journalisten in Prag, laut der tschechischen Agentur ČTK.

" Während der französische Präsident Nicolas Sarkozy am Samstag die EU-Länder zur Fortsetzung der Ratifizierung des Vertrags von Lissabon aufforderte, nannte sein tschechischer Kollege, Vaclav Klaus, das irische Volksbefragungsergebnis einen "Sieg für die Freiheit und Vernunft" und sagte: "Der Ratifizierungsprozess kann nicht fortgesetzt werden." Seine Ansicht wurde auch im tschechischen Senat unterstützt.

Der Ratifizierungsprozess des Lissabon-Vertrages wurde bereits in der Tschechischen Republik verlangsamt, wo der Vertrag derzeit im tschechischen Verfassungsgericht analysiert wird, und zwar auf Antrag des Senats.
Vaclav Klaus und Ministerpräsident Mirek Topolaneks euroskeptischer rechter Flügel, neo-liberale ODS, ist offensichtlich  darüber besorgt, dass die tschechische EU-Präsidentschaft, beginnend am 1. Januar 2009, vom künftigen ständigen Präsidenten des Europäischen Rates überschattet werde.

In der Zwischenzeit,fliegt Sarkozy heute nach Prag, um dringende Gespräche mit dem Premierminister der Tschechischen Republik, Ungarn, Polen und der Slowakei zu führen. Er sagte, dass er den letzten Schritt vor der Ratifizierung, und zwar unabhängig vom Ausgang des Referendums in Polen, machen wolle.
Im April haben die beiden Kammern des polnischen Parlaments den Vertrag ratifiziert, der letzte Schritt wird eine Signatur sein.
Die Slowakei und Ungarn haben den Vertrag ratifiziert.
Etwa 70% der Polen werden erwartet, für den Vertrag zu stimmen.