Die tapferen gälischen "Nein" Wähler werden hinters Licht geführt. Wir befürchteten genau das: Die miserablen und heuchlerischen Eurokraten - die die EU als Modell für Demokratie in der Welt hervorheben - beabsichtigten nie die irische Vertragsabstimmung zu respektieren. Im Febr. entschied das EU Parlament mit 499 Stimmen gegen 129, ein irisches "Nein" nicht zu respektieren!!! 

Sarkozy, Merkel, und Gordon Brown haben vereinbart, uns auf unseren weiten demokratischen
Todesmarsch auf ihren Weltstaat der Neuen Weltordnung hinauszuzwingen. Man fragt sich, was sie dafür erhalten, um uns und jeglichen Anstand zu verkaufen.

                                                                                          Pfui! Schäme dich Sarko! Nicht hier!

Diese "feinen" Leute erklären, parallel zum illuministischen (explanatory statement) Guru und Kaiserbewerber, Kommissions-Präsident José Barroso, offen, die Europäische Kommission sei der Auffassung, die verbleibenden Ratifikationen sollten in den Staaten, deren Bevölkerungen das Recht auf ein Referendum über ihre Zukunft verweigert wurde, weitergehen.

Wie Nicolas Sakozy sagte: "Ein Referendum über den Vertrag würde in jedem europäischen Land verloren werden und Europa in Gefahr bringen." Was nichts anderes heisst als: "Die Europäer sind für die Elite Europas zu gefährlich!"

The Telegraph June  11, 2008: In den Vertrag wird eine Reihe von Protokolltexte eingebaut, die  den irischen EU-kontroversen Fragen Papier-Ausnahmen einräumen, wie zum Beispiel über die Besteuerung oder größere militärische Zusammenarbeit. Diese Texte würden ähnlich sein wie Großbritanniens bestehende Protokollausnahmen hinsichtlich der EU Grundrechte und sozialer Fragen im Lissaboner Vertrag, der zurzeit in Westminster ratifiziert wird.

Irland, wie der Rest von Europa, hält über EU Ausweitungsverträge keine Volksbefragungen ab,
und Dublin kann mit neuen Protokoll-Ausnahmen einen neuen Beitrittsvertrag durch das irische Parlament ohne Volksbefragung bekommen.

"Es ist nicht schwieriger als die juristische Beinarbeit, die notwendig war, um den Verfassungsvertrag in den Lissaboner Vertrag nach der französischen und niederländischen Verwerfung, umzuwandeln. Es ist eine Frage des Timings.  

The Telegraph 11.06. 2008: "Selbst irische Beamten haben an geheimen Verhandlungen über die Durchsetzung des Vertrags von Lissabon unangesehen des Ergebnisses der Volksbfragung teilgenommen.  Während der Gespräche über die Einrichtung eines EU-diplomatischen Korp ses am 7. und 13. Mai, unterbreiteten irische Diplomaten eine Stellungnahme über die Zusammensetzung des Europäischen Auswärtigen  Diplomatendienstes sowie die Rolle des neuen EU-Aussenministers".

Geheime Details sind von The Daily Telegraph gesehen worden und zeigen, dass Irlands EU Botschafter, Bobby McDonagh, seine Kollegen anflehte, die Gespräche und Dublins Stellungnahme vertraulich zu halten."[Wir] müssen mit der Vorlage dieser Fragen vorsichtig bleiben  (Volksbefragung)!" besagen die Berichte.

Jedoch,
der britische Think Tank Open Europe hat am 13. Juni, 2008 diese Pressemitteilung herausgegeben:
Open Europe sagte, es wäre für Gordon Brown bei den Wählern politischer Selbstmord, das Urteil der irischen Wähler  zu missachten und sagte, er müsse in Grossbritannien eine Volksbefragung abhalten lassen .

Open Europe veröffentlichte gleichzeitig eine neue ICM Umfrage, die besagt, bei einer Volksbefragung in Grossbritannien jetzt würden die Briten mit 51-28% gegen den Lissaboner Vertrag stimmen. 

Was wirklich auf dem Spiel steht ist, ob die Europäische politische Klasse die Botschaft der Bürger verstehen will - oder die Lage vor den 2009-EU-Wahlen noch schwieriger macht.

Irland und das übrige Europe werden am Montag mit Kopfweh aufwachen (Times Online, 14. Juni)
aber sonst nichts. Kein einziger Eurokrat wird seine Arbeit verlieren. Die aufgeblähte 27 Personen starke Kommission mag sogar einen Seufzer der Erleichterung tun, indem eine wenig beachtete Klausel des Vertrags ihre Anzahl kürzte.

Die grossen Verlierer sind die Türkei und Kroatien.
Britische Tory Euroskeptiker erklären heuchlerisch ihre Unterstützung für den türkischen Beitritt, wissen jedoch, dass die Forderung nach Volksbefragungen über künftige Verträge das Ende der Ausweitung bedeutet.

Kein EU Vertrag kan in Kraft treten, bevor alle Mitgliedsstaaten ihn ratifiziert haben.
Die Regeln sind klar.

So, wie geht es weiter? (euractiv 13.Juni, 2008)
Wenn die EU keinen schnellen Weg aus der Krise findet, wird sie wahrscheinlich international geschwächt.
All dies ist nun durch das irische "Nein" ins Wanken gekommen - und zwar mit Bedeutung für den Ausweitungsprozess der EU.
Denn tatsächlich versuchte der Vertrag, die Fähigkeit des Blocks, neue Mitglieder einzuverleiben, zu handhaben.

Nicht desto weniger wird Europa nicht plötzlich einbrechen, indem es durch den Vertrag von Nice erfolgreich regiert wurde - sogar nach der Ausweitung auf 27 Mitglieder.

Die preussische Art: “Mobbt sie hinaus(The Independent 14. Juni 2008) !
Juristisch muss der neue Vertrag von allen  27 Mitgliedsstaaten ratifiziert werden, um in Kraft zu treten. Beamten in einigen Hauptstädten, insbesondere  Berlin, argumentieren, dass Irland mit 4 Millionen Menschen zu klein sei, um die Genehmigung zu haben, die Pläne von Regierungen, die 500 Millionen Menschen vertreten, aufzuhalten.
Dublin sollte gemobbt werden, eine Art Assoziationsstatus - wie Norwegen - zu akzeptieren.

Beamten in Brüssel sagten, sie bezweifeln, dass sowas funktionieren könnte. Jedenfalls sagten sie, "warum sollte Irland ein de facto Platzverweis angedroht werden, wenn Frankreich und die Niederlande nach ihrem "Nein" 2003 jegliche Androhung vermieden?"
Ausserdem, sagten die Beamten, wäre es gefährlich eine Volksbefragung zu missachten.

EU Hauptstädte stehen vor einem bedrückenden Rätsel. Die Völker der EU - sogar diejenigen, die am meisten vom Unterfangen profitiert haben,  wie Franzosen und Niederländer und nun die Iren - fühlen sich durch ihre Mitgliedsschaft von der ausgeweiteten EU bedroht - vielmehr als inspiriert oder geschützt.

Neue (eigentlich alte) Britische Bestimmtheit (Times Online - June 15, 2008)
No 10 (Downing Street) Quellen sagen, der Premierminister möchte lieber den ganzen Verfassungsvertrag einbrechen sehen als individuellen Mitgliedsstaaten erlauben, mit 2 Geschwindigkeiten weiterzumachen. Wenn Europa ohne Irland das Projekt weiter vorantreibt, würde es einen Musterfall für einen 2-Geschwindigkeitsklubs abgeben, und Grossbritannien würde wahrscheinlich in der 2. Reihe stecken bleiben.

Der Einbruch des Lissabon Vertrages würde Gordon Brown vom Druck nach einer Volksbefragung befreien.

Eine Downing Street Quelle sagte: “Die juristische Stellung diesbezüglich ist sehr klar: Der Vertrag kann nicht in Kraft treten, es sei denn alle 27 Länder haben ihn ratifiziert.”

Bei dem brüsseler Gipfel diese Woche wird Brown ablehnen, irgend etwas zu billigen, was Irland draussen vor hinterlassen könnte, so Beamten.

Ein hochrangiger Regierungsbeamter sagte, ein jeder, der denkt, die Irische Befragung könnte missachtet werden, "würde in einem Verdunkelten Narrenland leben"

CNN News June 15, 2008: Der irische Premierminister, Brian Cowen, sagte heute, dass sowohl die EU als auch Irland vor einem qualvollen Dilemma stehen. 
Der britische Aussenminister, David Milliband
: "Vom Bulldozern, Betrug oder von Missachtung der irischen Abstimmung kann keine Rede sein," sagte Milliband der BBC. Gefragt, ob er akzeptierte, der Vertrag sei wegen der irischen Abstimmung tot, liess Milliband vermuten, Cowen habe die Macht, ihn zu töten. 

Kommentar
Auch in unserem Namen haben die Iren den Lissaboner Vertrag verworfen - jedoch viele Nein-Sager meinen, sie wünschen weiterhin Mitglieder eines Europas gleichgestellter Staaten zu bleiben.

"EU Referendum" meint, das irische Nein sei von geringer Bedeutung, und dass die Eurokraten bald einen Ausweg finden werden, um uns zu betölpeln - wie immer. Das mag wahr sein. Jedoch, wenn sie das tun wird das hoffentlich  ein Augenöffner sein, der den völkischen Druck gegen unsere Regierungen bis zum Unerträglichen für "unsere" Politiker steigern könnte.

Und man darf hoffen, die Dänen werden bei der Kommenden Volksbefragung dazu ihre 4 EU-Vorbehalte aufrechterhalten - das letzte Überbleibsel der Demokratie gegen die EUdSSR Diktatur.
Oder sind wir die Nosferatu - die lebenden Toten?

Wenn möglich sollten die Europäer nun eine gemeinsame Front zur Achtung des irischen "Neins" gegen die EU-Diktatur und die Ausweitungspläne, die kurzfristig die muslimischen Länder im Nahen Osten und Nordafrika umfassen - und langfristig erst am Rande der Welt stoppen wird, d.h. den Weltstaat!